LC-Power LED-Monitor 101,6 cm 40″ 3440: Die technische Analyse

Der LC-Power LED-Monitor 101,6 cm 40″ 3440 positioniert sich als preislich ambitioniertes Einstiegsmodell im UWQHD-Segment mit erhöhter Bildwiederholfrequenz. Die Kombination aus 40 Zoll Diagonale, 3440 x 1440 Pixeln und 144 Hz adressiert primär Nutzer, die sowohl im Racing- oder Shooter-Bereich von flüssigen Bewegungen profitieren wollen als auch gleichzeitig eine hohe Arbeitsfläche für Produktivität oder Simulationstitel benötigen. Anders als 27-Zoll-Monitore mit derselben Auflösung ergibt sich bei 40 Zoll eine geringere Pixeldichte von rund 93 ppi (Punkte pro Zoll), was die Darstellung von Text und grafischen Feindetails etwas großflächiger erscheinen lässt – ein Vorteil für Anwender, die längere Sitzabstände bevorzugen oder eine schwächere Sehleistung kompensieren müssen. Der Hauptunterschied zu 34-Zoll-UWQHD-Panels liegt in der größeren vertikalen Bildhöhe (ca. 34 cm vs. 30 cm), was bei Rennsimulationen den Eindruck der Windschutzscheiben-Ansicht verstärkt. Die Wahl des ADS-IPS-Panels (Advanced Domain Switching) verspricht im Vergleich zu herkömmlicher IPS-Technologie eine gesteigerte Lichtausbeute und geringere Blickwinkelabhängigkeit – für eine Adobe-sRGB-Abdeckung von etwa 85 % typisch bei dieser Preisklasse. Die Helligkeit von 400 cd/m² ist für die meisten Innenraumsituationen ausreichend, liegt aber unter den 600 cd/m² professioneller HDR-Monitore. HDRI-Effekte sind daher nur eingeschränkt möglich, da der Monitor formal keine VESA-DisplayHDR-Zertifizierung trägt. Die 144 Hz Bildwiederholrate wird per DisplayPort 1.4 oder HDMI 2.0 erreicht; HDMI 2.0 limitiert die Framerate bei 3440×1440 auf 100 Hz, weshalb für volle 144 Hz ein DisplayPort-Kabel verwendet werden muss. Die Reaktionszeit wird vom Hersteller meist mit 1 ms MPRT (Moving Picture Response Time) angegeben – ein Wert, der durch Overdrive-Elektronik erreicht wird, jedoch bei schnellen Farbübergängen zu leichtem Overshooting führen kann. Als Monitor der LC-Power-Marke, die primär über den preisbewussten Systemhandel vertrieben wird, liegt der Fokus auf einem ausgewogenen Kompromiss zwischen Panel-Qualität, maximalen Gamer-Features und Kosten – konkret 458,96 EUR als Neupreis inkl. Versand aus Deutschland.

Hard Facts: Die Spezifikationen

Spezifikation Wert
Modellbezeichnung LC-Power LED-Monitor 101,6 cm 40″ 3440
Diagonale 101,6 cm (40 Zoll)
Auflösung 3440 x 1440 (UWQHD, 21:9)
Bildwiederholrate 144 Hz
Panel-Technologie ADS-IPS
Helligkeit (typisch) 400 cd/m²
Farbräume sRGB (ca. 100 %), Adobe-RGB (ca. 85 %)
Reaktionszeit (MPRT) 1 ms (Herstellerangabe)
Anschlüsse 1x DisplayPort 1.4, 2x HDMI 2.0, 1x USB-B Upstream, 2x USB-A 3.0
VESA-Aufnahme 100 x 100 mm
Lautsprecher 2x 3 Watt
Neigung -5° bis +20°
Höhenverstellung 0–130 mm
Stromversorgung externes Netzteil (100–240 V, 50–60 Hz)
Energieeffizienzklasse E (EU 2019/2013)
GTIN 4260070129629
Zustand Neu
Preis 458,96 EUR
Lieferumfang Netzkabel, DisplayPort-Kabel, USB-Kabel, Standfuß, Kurzanleitung

Preis-Leistungs-Einordnung bei 458.96 EUR

Der Preis von 458,96 EUR liegt für einen 40-Zoll-UWQHD-Monitor mit 144 Hz leicht unter dem Durchschnitt vergleichbarer Modelle von Marken wie AOC (Agon 40″ UWQHD ab ca. 480 EUR) oder LG (Ultragear 40″ ab ca. 520 EUR). Die Differenz von rund 30–60 EUR erklärt sich durch die fehlende vollflächige VESA-HDR-Zertifizierung, die einfachere Standfußmechanik ohne Schwivelfunktion und die geringere Helligkeit im Vergleich zu teureren Modellen mit 600 cd/m². Die werksseitige Kalibrierung ist bei LC-Power typischerweise auf sRGB ausgelegt, aber nicht einzeln für jedes Gerät zertifiziert – ein Risiko für farbkritische Arbeiten. Im Gaming-Segment bieten Monitore mit ips-paneel in dieser Preisklasse konsistente Blickwinkel und ausreichende Reaktionszeit, verzichten jedoch auf Adaptive-Sync-Bugfixes oder FreeSync Premium Pro, die teurere Modelle mitbringen. Der Wert des Monitors steigt für Nutzer, die keine hohen HDR-Anforderungen haben und den günstigen Einstieg in eine echte 40-Zoll-Arbeitsfläche mit hoher Bildrate suchen. Die 458,96 EUR sind gerechtfertigt, wenn die genannten Abstriche akzeptiert werden – andernfalls sind Modelle mit besserer HDR-Fähigkeit (z. B. Dell S3422DWG) für ca. 520 EUR die bessere Investition.

FAQ: 3 kritische Fragen vor dem Kauf

Frage 1: Kann der Monitor 144 Hz gleichzeitig mit UWQHD-Auflösung über beide HDMI-Anschlüsse ausgeben?
Nein. HDMI 2.0 unterstützt bei 3440×1440 maximal 100 Hz (laut HDMI-2.0-Standard: 3440×1440 @ 100 Hz). Um die volle 144 Hz zu erreichen, ist zwingend ein DisplayPort-1.4-Anschluss erforderlich. Das beigelegte DisplayPort-Kabel ist daher obligatorisch für Gamer, die die maximale Framerate ausnutzen wollen. Wer zwei Konsolen oder einen Laptop nur über HDMI anschließt, muss sich mit 100 Hz begnügen.

Frage 2: Ist der Monitor für konsolenbasiertes Gaming mit HDMI 2.1 geeignet?
Nein. Der Monitor hat ausschließlich HDMI 2.0-Schnittstellen. HDMI 2.1 mit höherer Bandbreite (48 Gbit/s) ist nicht vorhanden. Das bedeutet, dass eine PS5 oder Xbox Series X bei 4K-Auflösung auf 60 Hz limitiert ist (über HDMI 2.0), und bei 1440p maximal 120 Hz unterstützt werden. Die native UWQHD-Auflösung (3440×1440) wird von den meisten Konsolen ohnehin nicht ausgegeben – eine Skalierung auf 2560×1440 oder 1920×1080 ist nötig, was zu unscharfen Bildern führen kann.

Frage 3: Wie groß ist die sichtbare „Blooming“-Wolke bei hellen Objekten vor schwarzem Hintergrund?
Das ADS-IPS-Panel zeigt typisches ips-Glow, kein direkten Blooming-Effekt wie bei VA-Panels. Die Randaufhellung ist bei 40 Zoll Diagonale und 1 ms MPRT jedoch spürbar:Bei einem Betrachtungsabstand von unter 50 cm sind die unteren Ecken insbesondere bei dunklen Szenen merklich aufgehellt (ips-Glow). Für Filmabende mit mehreren Zuschauern ab 1,5 m Abstand wird dieser Effekt vernachlässigbar. Ein statischer Kontrast von rund 1000:1 ist für ein IPS-Panel üblich, aber ein echtes Schwarzbild wie bei OLED oder VA (3000:1) wird nicht erreicht.

LC-Power LED-Monitor 101,6 cm 40

LC-Power LED-Monitor 101,6 cm 40″ 3440

458.96 EUR


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