SteelSeries Arctis Nova 1 – Multi-System: Die technische Analyse

Das SteelSeries Arctis Nova 1 – Multi-System positioniert sich als kabelgebundenes Gaming-Headset für plattformübergreifende Nutzer, die ein zuverlässiges, latenzfreies Audiogerät unter 110 EUR suchen. Der primäre technische USP liegt in der Kombination aus proprietären 40-mm-Neodym-Treibern mit einer Impedanz von 32 Ohm und einem Frequenzbereich von 20 Hz bis 20.000 Hz – Werte, die eine neutrale bis leicht bassbetonte Abstimmung erwarten lassen, ohne die bei Bluetooth-Headsets typischen Latenz- oder Kompressionsnachteile. Die analoge 3,5-mm-Klinke (4-polig) stellt sicher, dass das Headset mit praktisch jeder modernen Konsole, jedem PC, Laptop und mobilen Gerät mit Klinkenanschluss kompatibel ist. Im Gegensatz zu USB-only-Modellen bleibt die Nutzung unabhängig von Treibern oder Firmware-Updates.

Die Multi-System-Ausführung bedeutet, dass kein separater Adapter für Xbox oder PlayStation benötigt wird – die 4-polige Klinke wird von allen gängigen Controllern (DualSense, Xbox Wireless, Switch Pro) direkt erkannt. Das Kabel misst 1,2 Meter, was für mobile Nutzung oder Nahdistanz am PC ausreichend ist, aber an längeren Sitzungen an einer Konsole im Wohnzimmer könnte ein Verlängerungskabel nötig sein. Das Headset wiegt laut Datenblatt ca. 260 Gramm. Die geschlossene Bauweise dämmt passive Umgebungsgeräusche, während das abnehmbare Boom-Mikrofon (ClearCast) eine Rauschunterdrückung auf Chip-Ebene bietet – ohne aktive Geräuschunterdrückung (ANC), was den Preis niedrig hält. Zielgruppe sind Gamer, die ein zweites Headset für mehrere Systeme oder ein zuverlässiges Backup-Gerät benötigen, oder Nutzer, die auf drahtlose Headsets wegen Latenz- und Akkuproblemen verzichten wollen.

Das Modell 61606 mit GTIN 5707119043571 wird im Zustand „Neu“ angeboten und stammt aus deutschem Lager, was schnelle Lieferzeiten ohne Zollformalitäten bedeutet. Der Preis von 103,29 EUR platziert es im oberen Segment der kabelgebundenen Mittelklasse. Konstruktiv teilt es sich das Design mit der teureren Arctis Nova-Serie (Aluminiumbügel, verstellbare Ohrmuscheln mit AirWeave-Stoffpolstern), spart aber an Features wie USB-C-Audio-DAC oder 3D-Audio-Prozessoren.

Hard Facts: Die Spezifikationen

Die folgende Tabelle enthält ausschließlich technische Parameter, die durch Herstellerangaben oder standardisierte Produktdatenbanken verifiziert sind.

Parameter Wert
Modellnummer 61606
GTIN (EAN) 5707119043571
Treibertyp Neodym, 40 mm Durchmesser
Frequenzbereich 20 – 20.000 Hz
Impedanz 32 Ohm
Schalldruckpegel 90 dB SPL/mW
Bauform Over-Ear, geschlossen
Anschluss 3,5 mm Klinke, 4-polig
Kabellänge 1,2 m
Mikrofon abnehmbar, Rauschunterdrückung (ClearCast)
Kompatibilität PC, PlayStation 4/5, Xbox One/Series X/S, Nintendo Switch, Mobilgeräte mit 3,5-mm-Buchse

Die Impedanz von 32 Ohm liegt im Bereich, der von den meisten Onboard-Audio-Chips und Controller-Ausgängen ausreichend angesteuert wird – ein externer Verstärker ist nicht notwendig. Die Empfindlichkeit von 90 dB SPL/mW ist durchschnittlich; in lauten Umgebungen muss die Lautstärke höher gedreht werden, was bei manchen Geräten zu Rauschnebeln führen kann. Das Fehlen von ANC wird durch die geschlossene Bauweise teilweise kompensiert. Der Frequenzgang deckt den gesamten hörbaren Bereich ab, messbare Abweichungen sind im Rahmen der Preisklasse (siehe Rtings-Tests für die Arctis Nova 1) als gering bis moderat zu bewerten.

Preis-Leistungs-Einordnung bei 103,29 EUR

Bei einem Neupreis von 103,29 EUR und Versand aus Deutschland liegt das SteelSeries Arctis Nova 1 preislich etwa 10–15 EUR über dem günstigsten kabelgebundenen Konkurrenzmodell der gleichen Kategorie (z. B. HyperX Cloud Stinger 2) und etwa 20–30 EUR unter dem teureren, ebenfalls kabelgebundenen Logitech G Pro X. Die Rechtfertigung für den Aufpreis gegenüber den Einstiegsmodellen liegt in der verbesserten Verarbeitungsqualität (Aluminiumbügel, flexible Metallaufhängung der Ohrmuscheln) und dem abnehmbaren, hochwertigeren Mikrofonarm. Zudem ermöglicht die Multi-System-Kompatibilität den Einsatz auf mehreren Plattformen ohne Adapter, was den effektiven Preis auf Nutzer mit mehreren Systemen senkt.

Im Vergleich zu Bluetooth-Headsets im gleichen Preisbereich (z. B. Razer Barracuda X – ca. 100 EUR) bietet die kabelgebundene Arctis Nova 1 keine Latenz und keine Akku-Parität. Für reine PC- und Konsolenspieler, bei denen Kabellänge kein Problem darstellt, ist der Preis daher angemessen, da die Klangtreue und Mikrofonqualität tendenziell besser als bei drahtlosen Modellen zur selben Preisklasse ist. Der „Neu“-Zustand und der deutsche Versand eliminieren Risiken wie Abnutzungserscheinungen oder mangelnde Herstellergarantie. Eine Preisreduktion gegenüber UVP (ca. 110 EUR) liegt bei etwa 6 %, was als normaler Händlerrabatt gilt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist für Nutzer mit plattformübergreifenden Anforderungen als gut zu bewerten; wer nur ein System nutzt und auf Gewicht oder Portabilität verzichten kann, findet günstigere Alternativen.

FAQ: 3 kritische Fragen vor dem Kauf

1. Kann das Headset gleichzeitig Game-Audio und Chat-Audio über eine einzige Klinkenverbindung bei Xbox ausgeben?
Ja, da die Xbox Series X/S und Xbox One den Vierpol-Klinkenstandard verwenden (CTIA-Belegung). Der 3,5-mm-Anschluss am Xbox-Controller führt links/rechts Audiokanäle und Mikrofon-Signal. Allerdings ist ein sogenannter „Chat-Mixer“ (Balance zwischen Game- und Chat-Lautstärke) nicht hardware-seitig am Headset einstellbar – diese Funktion muss in den Xbox-Systemeinstellungen oder über die Xbox Accessoires-App gesteuert werden. Bei PC mit einem Y-Splitter (zwei Klinken) wird auch volle Stereowiedergabe plus Mikrofon unterstützt.

2. Funktioniert das Mikrofon mit der Nintendo Switch im Handheld-Modus?
Ja, wenn die Switch einen 3,5-mm-Klinkenanschluss hat (Original-Modell und OLED). Der Vierpolstecker wird erkannt, und das Mikrofon wird standardmäßig für In-Game-Chat (z. B. Fortnite, Splatoon 2/3) aktiviert. Achtung: Einige Drittanbieter-Docks oder ältere Switch-Varianten haben separate Audio-/Mikrofonbuchsen (Y-Splitter-Adapter nötig). Die kabellose Bluetooth-Kompatibilität fehlt, also ist die Verbindung ausschließlich über Kabel möglich.

3. Wie groß ist der Unterschied in der Mikrofonqualität zum hochpreisigeren Arctis Nova Pro (mikrofon-seitig)?
Beide Headsets verwenden das gleiche ClearCast-Gen-2-Mikrofon-Modul (abnehmbar, einstellbarer Bügel). Nach Messungen von Drittanbietern (z. B. Rtings, Hardware Tested) liegt der Frequenzgang bei etwa 100–10.000 Hz, die Rauschunterdrückung unterdrückt Hintergrundgeräusche bis ca. 20 dB. Der signifikante Unterschied liegt im Digital-Analog-Wandler (DAC) des Nova Pro (GameDAC Gen 2) und der Parametrischen EQ-Software (Sonar), die das Mikrofon signaltechnisch bearbeiten kann. Ohne externe Verarbeitung sind die Roh-Signale nahezu identisch. Der praktische Nutzen für Sprache ist gleichwertig.

SteelSeries Arctis Nova 1 - Multi-System

SteelSeries Arctis Nova 1 – Multi-System

103.29 EUR


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